Lebendige Bühne

Pädiko, Verein für pädagogische Initiativen und Kommunikation e.V.:

Lebendige Bühne

Es ist den Kindern mit auf den Weg gegeben, ihre Umwelt zu entdecken und zu erforschen. Der Marionetten-und Puppenbauer Peter Beyer und der in der experimentellen Malerei beheimatete Künstler Arno Neufeld wollen ihnen dabei ein Form- und Materialverständnis näher bringen, auf das sie in ihrer Umgebung ständig stoßen. Es soll ein Bühnenbild nebst Figuren für ein Puppenspiel entstehen. Wichtig sind dabei die spielerische Begegnung mit Ressourcen und der Umgang mit dem Material mit dem Ziel, für ein Bühnenstück ein Bühnenbild/Kulisse zu schaffen. Die Zielgruppe sind Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Geplant ist, in drei Abschnitten jeweils unterschiedliche Erfahrungen in der Umsetzung mit „gefundenen“ Recyclingmaterialien zu sammeln. Wichtig ist, das Bewusstsein schon frühzeitig für die Wahrnehmung der Ressourcen als wichtiger Bestand des Lebens zum Erhalt der Natur zu wecken. Die Gruppe kann 10 bis 12 Kinder umfassen.

 

Finden und Sammeln

Diese in uns allen seit Urzeiten verankerten Reflexe der Jäger und Sammler sollen im ersten Projekt eine wesentliche Rolle spielen. Wir wollen gemeinsam die „Remida“(Upcycling-Werkstatt) von Pädiko e.V. entdecken. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung von Pädiko e.V., die ein großes Maß an Recyclinggegenständen, die zuvor gesammelt oder angeliefert worden sind, in einem Gebäude aufbewahrt. Die gut sichtbaren Materialien sollen die Kinder animieren, ihre Ideen in Form zu bringen. Die Kinder sollen ermuntert werden, Baumaterialien zu finden und damit zu arbeiten. Die exponierte Lagerung der unterschiedlichen Dinge schafft einen optischen Anreiz und ermöglicht ein intensives Wahrnehmen. Die Fantasie ist gefordert. Gleichzeitig wird ein Bewusstsein für die Umwelt aufgebaut.

 

Der Weg

Gemeinsam soll das Thema/die Geschichte des Theaterstückes bestimmt werden. Dann geht es um die Vorstellungen der einzelnen Kinder, was alles auf der Bühne stehen muss und wie der Aufbau sein könnte. Auch die Hauptdarsteller/innen sollen gefunden werden. Kurze Spielszenen werden angedeutet und danach wird gebaut. Gruppenarbeit ist möglich, Teilbereiche können von Einzelnen jeweils mit Unterstützung der Künstler realisiert werden. So wächst in Verlauf der Zeit ein Gerüst, an dem sich die Geschichte aufrichten kann. Die Kinder bringen mit kleinen Schritten das Bühnenbild voran und können Fertiggestelltes schon einmal spielerisch erobern. Alle Materialien kommen aus dem Bestand des Ausgedienten und erhalten eine neuerliche Wertsteigerung. Ergänzt werden lediglich Klebstoff und Farbe für die gestalterischen Maßnahmen. Fantasievoll wird es zugehen. Handwerkliches Geschickt wird gefordert und ein Bewusstsein für die Bedeutung der verwendeten Stoffe geschaffen. Der Mut zu eigenem Entdecken im persönlichen Umfeld wird geweckt. Dazu kommen der Aspekt der Sprache und der Ausdruckswille im Umgang mit dem Spiel. Ziel ist nicht zwingend die auftrittsreife Aufführung zu schaffen. Wichtig ist die Erfahrung der Kinder, mit einfachen Mitteln die Möglichkeit zu erlangen, Dinge zu formen und zu formulieren, den Mut zu finden, Dinge in die Hand zu nehmen und umzusetzen. Mehrere Ebenen werden angesprochen und gefordert. Handwerkliches wie Künstlerisches wird bewegt zu einer vielschichtigen Ausdrucksweise. Viele Talente und Fähigkeiten können geweckt werden. Und es muss nicht immer der Gang in das (teure) Geschäft vor dem kreativen Schaffen stehen.

 

Die Wanderbühne

Im Anschluss wird die Bühne in Begleitung des Theaterpädagogen und Erziehers Dieter Bock an Einrichtungen ausgeliehen werden können. Es entsteht die Möglichkeit, die Idee zu transportieren, zur Nachahmung anzuregen, zu ergänzen und natürlich zu bespielen, alles mit fachlicher Unterstützung des Pädagogen. Die Wanderbühne in Bewegung mit Stationen in verschiedenen Einrichtungen in Stadt und Land kann die Vielschichtigkeit dieses Vorhabens in bester Weise potenzieren. Angedacht sind mindestens 10 Ausleihen, verbunden mit der Einladung zum kreativen Nachmachen und der Verwirklichung eigener Ideen. Die Ausschreibung des Projektes wird offen durch geeignete Werbemaßnahmen (Flyer, Presse etc.) erfolgen

und rechtzeitig verbreitet. Es werden drei mal drei Tage angeboten mit bis zu 12 Kindern. Eine Gebühr pro Kind in Höhe von 10 € (Bildungsgutscheine) für drei Tage erscheint angemessen.